Warum Lilith Adam verließ

Ort: Berlin
Datum: 2. September 2014
Uhrzeit: 18:30 Uhr

Irrungen, Wirrungen und Lösungen in der Mann- Frau-Kommunikation

Jedes Kind kennt die Geschichte von Adam und Eva. Was die Bibel weitestgehend ausblendet: Eva hatte eine Vorgängerin. Lilith, wie ihr Partner Adam einst von Gott aus Staub geschaffen, war ihrem Partner ebenbürtig. Als Adam ihre Unterwerfung einforderte, machte sie sich davon. Seither schreibt ihr die Mythologie die Rolle der Schlange im Paradies oder der Dämonin zu. Das Verhältnis der Geschlechter ist ein ewiges Thema – gerade im Job. Am 2. September 2014 lädt die School of Facilitating zu einem Vortrag mit der Erfolgsautorin, Trainerin und Keynote-Speakerin Susanne Kleinhenz ein: Eine Verortung männlicher und weiblicher Führungs- und Verhaltensweisen im Arbeitsalltag.

Wir stehen am Anfang eines Jahrhunderts, in dem Frauen erstmals die gleichen Chancen im Beruf haben werden wie die Männer. Wenn sie sie ergreifen!“, so Kleinhenz. Ressentiments dagegen existieren nicht nur bei den Männern, sondern sind auch bei den Frauen selbst zu finden, die sich oft weniger zutrauen als sie können. „Wenn das 21. Jahrhundert weiblicher wird, sollten wir uns damit auseinandersetzen, welche Prägungen wir im Umgang miteinander mitbringen“, so Kleinhenz.

Susanne Kleinhenz zeigt u.a. am Beispiel historischer, literarischer und mythologischer Frauenfiguren – etwa der kämpferischen Medea, der verführerischen Circe oder der kreativen Muse –, welche Strategien Frauen für sich entwickeln können, um innerlich klarer und nach außen erfolgreicher zu sein. In einem humorvollen Streifzug durch die Paargeschichten männlicher und weiblicher Archetypen lädt Kleinhenz in ihrem Vortrag zur eigenen Standortbestimmung ein: Warum waren Picassos Frauen so unglücklich und wie lassen sich Dramen mit Egomanen vermeiden? Wie erfolgreich wäre ein Napoleon ohne die Liebe-Leistung seiner Josephine gewesen? Welchen Projektionen zwischen Liebe und Defiziterfüllung unterliegen Frauen im Verhältnis zu ihrem Mann oder Chef regelmäßig?

Archetypen und die zugrunde liegenden Beziehungsmuster setzen ein kollektives gemeinsames Unbewusstes voraus und sind ein emotional hoch aufgeladener Teil der Gesamtpersönlichkeit, so Kleinhenz. Renate Franke von der School of Facilitating ergänzt: „In unserer Arbeit als Facilitatoren begegnen wir regelmäßig der Mann-Frau-Dynamik in Form zwei gegenüberliegender Pole: Sie können sich ergänzen, abstoßen und gleichzeitig bedingen sie sich in ihrer Existenz – sie sind in uns allen enthalten. Der elastische Umgang mit den Dynamiken eines solchen Spannungsbogens zwischen den Polen verbessert nicht nur das Miteinander – wir werden konstruktiver, Neues kann entstehen. In Entwicklungsprozessen, im Beziehungsmanagement, im Vertrieb: Das Erkennen von Archetypen und Beziehungsmustern ist wesentlich für das Gleichgewicht der Geschlechter und ein neues Verständnis der Zusammenarbeit.

Vortrag mit Susanne Kleinhenz: “Warum Lilith Adam verließ”
Ort: School of Facilitating, Suarezstr. 31, 14057 Berlin
Zeit: Dienstag, den 2. September 2014, 18:30 Einlass, Beginn 19:00
Eintritt: 10,-- Euro.
Um Anmeldung wird gebeten: info [at] school-of-facilitating.de
 

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